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Mit "Vergebung" präsentiert Daniel Alfredson das Finale von Stieg Larssons "Millennium"-Trilogie. Diesmal wird in einem spannenden Gerichtsverfahren die Vergangenheit der Hackerin Lisbeth Salander sowie ein unglaublicher Politskandal enthüllt.
Die coole Punklady Lisbeth Salander ist zurück. Nach "Verdammnis", dem zweiten Teil der Millennium-Trilogie von Erfolgsautor Stieg Larsson, kommt die Computerhackerin nun schwer verletzt ins Krankenhaus. Dort liegt auch der von ihr mit der Axt verletzte Vater. Um Lisbeth zum Schweigen zu bringen, soll sie ins Gefängnis, denn hinter ihrem Vater steht eine geheime Regierungsorganisation, die vor nichts zurückschreckt.
Wie gut, dass Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist auf eigene Faust recherchiert und dabei auf ein Natternnest an menschlichen Abgründen, Lüge und Bösartigkeit stößt. Blomkvist will Lisbeth vom Vorwurf des Mordes an ihrem sadistischen Vormund und zwei Journalisten reinwaschen. Dabei gerät er selbst bald in Lebensgefahr. In einer ausführlichen und keine Sekunde langweiligen Gerichtsverhandlung geht es schließlich um die Vergangenheit von Lisbeth, die Hintergründe, die ihr das Leben zur Hölle machten. Alles deutet auf eine politische Verschwörung hin. Das Ende hält einige böse Überraschungen parat.
"Verdammnis" und "Vergebung" sind eigentlich ein langer Film, aufgeteilt in zwei Folgen. Etwas stärker im Vordergrund als in "Verdammnis" steht Blomkvist als unerbittlicher Kämpfer für Gerechtigkeit. Das Spiel zwischen ihm und Lisbeth Salander läuft parallel. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart springt die spannende Handlung hin und her, auf manche überflüssigen Nebenstränge hätte man dabei verzichten können.
Exzellenter Thriller mit gebrochenen Figuren
Die atmosphärische Dichte des ersten Teils "Verblendung" unter der Regie von Nils Arden Oplev wird wie schon in "Verdammnis" nicht ganz erreicht. Die beiden exzellenten Darsteller Noomi Rapace als schwer traumatisierte junge Frau und Michael Nyqvist als melancholisch angehauchte Spürnase mit Sozialbewusstein sowie die ausdrucksvolle Fotografie mit ihren blau-schwarzen Bildern lassen dieses Manko über weite Strecken vergessen. Im Vergleich mit der "Millennium-Trilogie" sieht so mancher glatte US-Thriller alt aus. Die Brüche in den Biografien, die feinen Haarrisse in der Figuren-Psychologie, die in Unterhaltung verpackte Kritik an einer finanziell saturierten aber moralisch verkommenen Gesellschaft machen diesen Krimi aus dem Norden zum Erlebnis. Der Titel "Vergebung" ergibt wenig Sinn. Niemandem wird vergeben.
(Quelle:br-online.de)
Regie: Daniel Alfredson
Darsteller: Noomi Rapace, Michael Nyqvist, Lena Endre u.a.
Thriller - 146 min - FSK 16 - Schweden (2009)
Tip!: Verblendung und Verdammnis vorher ansehn um den 3. Teil zu verstehen
Ab jetzt im Kino
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03.08.10
BenTheHai...
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03.08.10
pumpkins